24.01.2022

Draußen Bremer Schmuddelwetter, drinnen Klönschnack und Programm: der Schuppen Eins lädt ein zu einem Nachmittag mit einer Lesung und einem Public-Viewing bei Kaffee und Kuchen. Herbert Küster, Bassist der Bremer Beatband „Yankees“, die 1965 mit ihrem Hit „Halbstark“ berühmt wurde, stellt sein neues Buch über sein Musikerleben vor. Im Anschluss zeigt das Oldtimerzentrum die Digitalausgabe der Bremen Classic Motorshow, die pandemiebedingt erneut in Form eines zweistündigen Livestreams stattfindet.

Samstag, 05.02.2022
14.30 Uhr  – 18.30 Uhr
Raum Eins am Boulevard
Eintritt frei

Die „Yankees“ erlangten insbesondere durch die erste Folge der ARD-Jugendkult-Sendung „Beat-Club“ überregionale Bekanntheit. Später spielte Herbert Küster bei den „Germans“, einer der erfolgreichsten deutschen Musikgruppen jener Tage. Im Wettbewerb „Der Starclub Hamburg sucht die deutschen Beatles“ kamen die „Germans“ auf Platz zwei und galten fortan als die „Vize-Beatles“. Jahre später schloss sich der gebürtige Bremer der Oldenburger Formation „The Stingrays“ an. Zahllose Auftritte und auch Schallplattenaufnahmen markierten seinen musikalischen Weg. Keine der Gruppen bot ihm jedoch das Sprungbrett in das Star-Universum. Geblieben sind ihm viele köstliche Geschichten aus seinem Musikerleben, die Herbert Küster in seinem neuen autobiografischen Buch „Ein Star wird der nie“ mit einem Augenzwinkern beschreibt. Aus diesem liest der Bassist und Saxophonist um 15.00 Uhr.

Am eigentlichen Messe-Samstag präsentiert das Team der Bremen Classic Motorshow die digitale Ausgabe der Klassiker-Messe und startet damit traditionell in die neue Oldtimer-Saison, pandemiebedingt zum zweiten Mal infolge online. Zu sehen sein werden Oldtimerpräsentationen, interessante Fachvorträge und Workshops mit bekannten Profis, die kurzweilig und unterhaltsam präsentiert werden. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, direkt über die Website interaktiv teilzunehmen. Unter dem Slogan „Die Rote Liste der Allerwelts-Autos“ präsentiert Oldtimer-Experte Christian Steiger früher populäre, massenhaft produzierte Autos, die heute aus unterschiedlichen Gründen kaum mehr auf den Straßen zu sehen sind. In einem Workshop zeigen Fachleute die Schwachstellen an zwei beliebten Youngtimer-Kombis. Im Beitrag „Ist das noch Patina oder kann das weg?“ informieren TÜV-Experten darüber, nach welchen Kriterien ein Auto das begehrte H-Kennzeichen erhält. Und schließlich kommentiert Motorradhistoriker Andy Schwietzer zwei polarisierende Zweirad-Paare. Das Schuppen Eins Public Viewing des Livestreams startet um 16.00 Uhr.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Es gilt 2G Plus (Geimpft, Genesen und Nachweis eines negativen aktuellen Testergebnisses). Ausgenommen von der Testpflicht sind alle Personen in den ersten drei Monaten nach ihrem vollständigen Impfschutz, Personen mit Boosterimpfung und Personen, die innerhalb der vergangenen drei Monate eine Corona-Infektion nachweisen können.

 

 

22.12.2021

Ein bewegtes Jahr liegt dann bald hinter uns. Einiges ging, anderes musste erneut abgesagt oder verschoben werden. Wir arbeiten für Euch an einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm für 2022. Lasst uns einfach sehen, was wir davon umsetzen werden können. Auch für weitere neue Formate, Themen und Ideen für Workshops und Treffen haben wir stets ein offenes Ohr, meldet Euch gerne bei uns.

Boulevard und Foyer haben nach wie vor geöffnet und laden auch zwischen den Feiertagen zum Bummeln und Oldtimerluft schnuppern ein. Es gilt die Maskenpflicht und das Abstands- bzw. Höchstpersonengebot. Eine Anmeldung, ein Impf- bzw. Genesenennachweis oder ein Coronatest sind Stand heute nicht erforderlich. In den Gastronomien sowie in den Läden und Werkstätten gelten eigene Vorschriften. Der Eintritt ist wie immer frei, auch inklusive der neuen Ford-Sonderschau „Ein Taunus fährt zum Mond“.

Unsere abweichenden Feiertags-Öffnungszeiten im Überblick:

Freitag, 24.12. Heiligabend                                        Geschlossen

Samstag, 25.12. Erster Weihnachtstag                     Geschlossen

Sonntag, 26.12. Zweiter Weihnachtstag                   11.00-16.00 Uhr

Freitag, 31.12. Silvester                                                Geschlossen

Samstag, 01.01. Neujahr                                              Geschlossen

Sonntag, 02.01.                                                              10.00-19.00 Uhr

20.12.2021

Um die Leistungsfähigkeit des neuen Ford-Mittelklassewagens zu demonstrieren und den Verkauf anzukurbeln, startete Ford im Juni 1963 die „Operation Mistral“. Dessen Mineralöl-Partner BP hatte zudem gerade sein neues Langzeit-Motoröl herausgebracht, mit dem jeder zweite Ölwechsel überflüssig sein sollte. Initiiert wurde eine Rekordfahrt, die heute fast in Vergessenheit geraten ist: Ein serienmäßiger Ford Taunus 12M P4 sollte unter amtlicher Überwachung in 117 Tagen 300.000 Kilometer am Stück zurücklegen. Maschine, Karosse und Schmierstoff sollten beweisen, dass sie diese Strapazen klaglos überstehen. Auch der bestehende Weltrekord von 1933 über diese Langstrecke sollte gebrochen werden. Am Ende waren es 145 verschiedene Weltrekorde und internationale Bestleistungen.

Die Regeln verlangten, dass der Wagen sämtliches während der Fahrt benötigte Werkzeug samt Schweißgerät sowie Verschleiß- und Ersatzteile an Bord haben muss. Lediglich Kraftstoff, Öl und Reifen durften in der Box bereitgehalten werden.

Am 13.11.1963 war die Distanz 300.000 Kilometer geschafft. Spontan entschloss man sich, nun auch noch die Strecke Erde-Mond zurückzulegen und die 357.050 Kilometer voll zu machen. Dieses Ziel hat das Team am 28.11.1963 erreicht. Besondere Vorkommnisse im Bordbuch: keine, außer unzähligen Mücken und bis zu 45 Grad Hitze.

Nach der Rekordfahrt brachte Ford den Wagen nach Köln, um den Motor zu zerlegen und zu untersuchen. Während die Karosserie heute bei einem Ford-Enthusiasten in Frankreich zu Hause ist, befindet sich der originale Weltrekord-Motor in den Händen eines Sammlers und P4-Liebhabers in Hamburg.

Der Schuppen Eins zeigt bis April 2022 die Sonderschau „Ford 12M P4 – Ein Taunus fährt zum Mond“. Zugänglich ist die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten. Zu sehen sind der Original-Rekord-Motor, zeitgenössisches Filmmaterial, ein Nachbau des Rekordjäger-Wagens sowie alle seinerzeit angebotenen Karosserievarianten der (12M=) „Meisterstücke“ der Reihe P4.

17.12.2021

Euch fehlen noch Geschenkideen? Ihr habt keine Zeit, zu den Geschäftszeiten Einkäufe zu erledigen? Da haben wir zwei passende Vorschläge für Euch:

Miet-Klassiker, der Oldtimer-Vermieter im Schuppen Eins, bietet Gutscheine an, die selber ausgefüllt werden können und die vor der Mietstation am Boulevard im Bremer Oldtimerzentrum ausliegen. Nach Überweisung des entsprechenden Mietpreises für das Wunschauto wird der Gutschein sofort gültig. Die Raten beginnen bei 50,00 Euro je Stunde.

Neu im Vermietfuhrpark ist auf vielfachen Wunsch eine „Ente“, ein Citroen 2CV „Charleston“ Baujahr 1986.

Frederik Niehues Modellspielwaren und Antikspielzeug hat ebenfalls eine Antwort auf die Frage, woher man spätabends, am Wochenende oder gar noch am zweiten Weihnachtstag ein Geschenk herbekommt: vor dem Ladengeschäft im Schuppen Eins stehen Deutschlands einzige Modellauto-Automaten. Hier findet Ihr Automodelle, kleine Bausätze oder Kleber und Farben.

Das Geschäft selber hat natürlich auch von Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

15.12.2021

Der Weihnachtsbaumverkauf am Schuppen Eins läuft wieder. Der bekannte Forsthof Prüser aus Hellwege bei Rotenburg hat wieder eine seiner über 30 Verkaufsstellen am Bremer Oldtimerzentrum geöffnet. Zu finden ist der Stand an der Giebelseite des Gebäudes vor dem Radhändler Green Mobility bzw. dem Restaurant Al Dar. Die Zufahrt kann am besten über die dortige Schrankenanlage erfolgen. Parkplätze stehen vor Ort zur Verfügung. Im Angebot sind Nordmanntannen in vielen Größen.

Öffnungszeiten:
Täglich bis 24.12.2021
10.00 Uhr bis mindestens 17.00 Uhr
Heiligabend bis 12.00 Uhr

Auf der Forsthof Prüser-Website findet Ihr nützliche Informationen, wie Ihr Euren Baum bis Heiligabend möglichst frisch halten könnt und erfahrt, was das Prüser-Team so alles tut, bis der Baum groß ist: www.forsthof-prueser.de

13.12.2021

Wir sind mit dem Goliath Lastendreirad samt Schneemobil mit Lloyd-Motor aus unserem Schuppen Eins-Fuhrpark dieser Tage unterwegs und bringen den Nikolaus und seinen Engel zu seinen Einsätzen. So am vergangenen Donnerstag.
Heute um 17.30 Uhr trifft der Mann mit dem Bart ein auf der ÜberseeWiese direkt gegenüber dem Oldtimerzentrum zum HAFENADVENT OPEN AIR, um die Kinder zu beschenken. Kommt vorbei, wenn die Überssestadt Advent feiert mit heißen Getränken, Leckereien, Feuerschale und Musik!

07.12.2021

Im Foyer treffen sich gerade zwei bekannte Mittelklasse-Typen aus Ost- und Westdeutschland der ausgehenden 1950er-Jahre:
Borgward Isabella Coupé, 1957
Im Juni 1954 begann in Bremen die Produktion des Borgward Hansa 1500 als vollkommen neu konstruiertes Auto. Der Nachfolger des Hansa 1500/1800 erhielt bereits wenig später den klangvollen Namen „Isabella“. Zunächst war das Fahrzeug nur als zweitürige Limousine erhältlich, ab Mai 1955 schließlich als Kombi. Die Karosseriewerke Deutsch fertigten die Limousine als 2/-sitziges Cabriolet. Sogar ein Pick-Up mit Ladefläche wurde für den Export angeboten.
Als 1956 der Absatz der Isabella gegenüber 1955 um fast ein Drittel zurückgegangen war, entschloss sich Carl Borgward, ein attraktives Auto mit verkürztem Dach zu bauen. Daraufhin entstand das Borgward Isabella Coupé. Die Serienproduktion des Coupés mit dem TS-Motor begann im Januar 1957. Karl Deutsch in Köln wandelte auch dieses Modell in ein Cabriolet um, das aber den Schriftzug „Coupé“ am Heck behielt.
Wartburg 311, 1964
Am Wartburg-Produktionsstandort Eisenach wurden vor dem Zweiten Weltkrieg BMW-Fahrzeuge hergestellt. Die Staatsführung der DDR entschied 1953, die Produktion des deutlich kleineren IFA F 9 mit Dreizylinder-Zweitaktmotor von Zwickau nach Eisenach zu verlegen und somit die Herstellung der bisher in Eisenach gefertigten Typen zu beenden.
Ohne sogenannte „Planlegitimation“ begann das Werk, auf eigene Verantwortung auf Basis des F 9 ein größeres Nachfolgemodell mit viertüriger Pontonkarosserie zu entwickeln. Mit seiner als formschön bezeichneten Karosserie, seiner zweckmäßigen Konzeption und seiner Variantenvielfalt erreichte der Wartburg 311 so viel internationale Anerkennung wie kein anderer PKW der DDR. Er verkaufte sich auch im nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet gut und war daher für die Devisenbeschaffung des Landes von großem Wert. Als Handelsnamen wählte man den Namen des ersten 1898 produzierten Motorwagens der Eisenacher Fahrzeugwerke, letztlich in Anlehnung an die in Eisenach befindliche Wartburg.

 

01.12.2021

Wie fühlt es sich an, per Oldtimer an einem Fahrsicherheitstraining am Nürburgring teilzunehmen und die Grenzbereiche eines Fahrzeugs mit alter Technik auszuloten? Insgesamt vierzehn Fahrer und Fahrerinnen, darunter fünf „next generation drivers“ und Vertreter des Allgemeinen Schnauferl Club (ASC) nahmen mit ihren mitgebrachten Autos am Fahrsicherheitstraining teil und stellten sich verschiedenen Übungsszenarien. Wie verhält sich das Fahrzeug auf unterschiedlichen Straßenbelägen, bei Nässe oder sogar auf einer Schleuderplatte? Jetzt wissen sie es alle:

„Am Anfang hatte ich gewaltig Respekt, aber ich habe gespürt und schnell gelernt, wann sich der alte Wagen wie verhält“, berichtet Nick, einer der Youngsters. „Ich hatte zugegeben anfangs ein bisschen Angst, aber dann hat es einfach nur noch Spaß gemacht. Ich konnte es immer kaum erwarten, wieder an der Reihe zu sein“, berichtet Anna, die erst seit zwei Jahren im Besitz ihres Führerscheins ist.

Der Tag bildete die Auftaktveranstaltung für die neu geschlossene Kooperation von BELMOT und dem Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring. Hinter der Zusammenarbeit steht das Ziel, mit Aktionen wie diesen speziell junge Menschen langfristig für Oldtimer zu begeistern. Weitere Aktionen – auch gemeinsam mit dem ASC –  sind in Planung. Natürlich können aber auch alle anderen Interessierten an einem BELMOT Fahrsicherheitstraining am Nürburgring teilnehmen.

Training buchen: https://www.fszn.de/de/privatkunden/oldtimertrainings/belmot-oldtimer-training

Weitere Infos:

BELMOT, die Versicherung für Oldtimer, Youngtimer und Liebhaberfahrzeuge
Carsten Drewitz
Mail: carsten.drewitz@mannheimer.de
Web: drewitz-warneke.mannheimer.de
Mobil: 0173 478 31 38

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29.11.2021

Der „Schuppen Showstar“ ist jeweils ein besonderes Fahrzeug aus der über 60 Autos, Motorräder und Fahrräder umfassenden Schau im Bremer Oldtimerzentrum.

Ab sofort seht Ihr auf der Showfläche gegenüber dem Restaurant Al Dar einen herrschaftlichen Wagen, der auf die Bezeichnung Mercedes-Benz 250SE/b Coupé hört und der Ahnenreihe derer von W111 entstammt.

Das komplett restaurierte, silberne Coupé erzählt sowohl davon, wie es im Jahr 1967 in überwiegender Handarbeit gefertigt wurde und wie es seinen Insassen eine bis dahin nicht gekannte passive Fahrzeugsicherheit bot, also einen Meilenstein in der deutschen PKW-Entwicklung darstellt.

Überdies stammt das ausgestellte Auto aus prominentem Erstbesitz. Noch heute lernen Kinder in der Schule seine bekannten Gedichte. Was oder wer fällt Euch bei diesen Zeilen ein?

„Das erste, was man bei einer Abmagerungskur verliert, ist die gute Laune.“

„Mit den Menschen ist es wie mit den Autos – Laster sind schwer zu bremsen.“

Genau richtig, Heinz Erhardt war der große Humorist der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Der unvergessene Musiker, Komponist und Unterhaltungskünstler wurde 1909 in Riga geboren und verstarb 1979 in Hamburg. Sein Humor baute in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. Zeitgenossen berichten, dass der Schauspieler im richtigen Leben ein wahrer Autonarr war, der seinen Fuhrpark alle zwei Jahre erneuerte.

Heute ist das silberne Coupé in Bremer Privatbesitz.

Foto: dpa-report Lothar Heidtmann